Lieferantenerfahrungsaustausch

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Micha4
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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Micha4 » Do Apr 28, 2011 21:24

Hallo Bio-Gärtner,

möchte euch meine Erfahrungen mitteilen:
Mit Saatgut von Dreschflegel habe ich gute Erfahrungen, beachte allerdings die Aussaattage nach dem Mondkalender.

Manches Saatgut benötigt eine Kälteperiode zur Keimung, keimt somit erst im 2. Jahr, so z.B. Schlüsselblumen.
Samen von Paeonia rockii sollen 3 Jahre brauchen, ich warte immer noch auf die Keimung, vielleicht wird es auch nächstes Jahr.
Samen von Adonis vernalis brauchen eine Wärmeperiode vor einer Kälteperiode, ich bin auf die Keimung gespannt.

Meine Blumenzwiebeln beziehe ich seit über 15 Jahren von Gewiehs, meistens mit Erfolg.
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal das Phänomen, dass von 3 Fritillarien nur 1 aufging,
von 2 Lilien-Wildformen auch nur 2 von je 5 Zwiebeln, und dies, obwohl alle "Knollen" gut aussahen.
Vielleicht habe ich die Knollen an einem ungünstigen Tag gesetzt (?!) oder der Winter war ungünstig ...?

Gartengrüße von
Micha4

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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Psy » Fr Mai 06, 2011 14:48

dreschflegel, rühlemanns, raiffeiesenmärkte. bishar alles top

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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Humusgärtner » Sa Mai 28, 2011 20:12

Habe vor einigen Jahren bei Baldur und Pötschke bestellt.
Die gelieferten Pflanzen waren von "Kümmerwuchs" bis beschädigt. Durfte aber bei beiden Bestellungen entsprechende Abzüge beim Rechnungsbetrag vornehmen. War dennoch ärgerlich, weil ich ja mit gesunden Pflanzen gerechnet hatte.

Ansonsten habe ich Saatgut (Tomate/Paprika/Salat/Zuckererbsen/Kresse/Tagetes ...) von Kiepenkerl. Hat einwandfrei funktioniert.

Tomaten sind dieses Jahr Demeterqualität von De Bolster. Die Samen sind sortenrein und nicht mehr F1. Da kann ich nämlich ab sofort wieder meine eigenen Tomatensamen sammeln. Die Keimung war spitzenmäßig. Die Keimungsmöglichkeit bzw. Keimkraft (Haltbarkeit?) scheint um Jahre besser zu sein als bei F1-Hybriden.

Meine Keimlinge für die Küche sind überwiegend von Davert und Alnatura. Die keimen auch umgehend und gut.

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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Mia » Sa Mai 28, 2011 22:32

Ha, ich muss lachen, Humusgärtner, :smile:

meine besten Tomate waren in den letzten zwei Jahren die, die sich aus dem Kompost auf dem Beet von selbst aussäten.
Als Hundertschaft traten sie auf, tarnten sich zunächst als Bohnenkraut, denn genau diese Samen hatte ich zwischen die Bohnen gestreut. Stattdessen gingen Tomaten auf! - Meine Überraschung kannst Du Dir vorstellen!
Und es müssen Nachkommen von F1 Hybriden gewesen sein. Natürlich konnte ich sie nicht alle behalten, nur die ersten und größten. Aber die haben gut getragen. Sie hielten den Vergleich mit den im Gartencenter gekauften Pflanzen nicht nur stand, waren sogar besser. :wink: Ich kann aber froh sein, dass sie sich nach ihrem F1 -Dasein nicht so aufspalteten, dass ich meinetwegen nur Pflanzen mit reicher Blattfülle bekam...

Schade, dass Gärtner Pötschke so schlecht geworden ist. Ich habe ihn immer noch als besser in Erinnerung, als zum Beispiel Bakker. Bei Baldur habe ich bis jetzt noch nie bestellt. Aber ich habe ohnehin die letzten 10 Jahre keine "allgemeinen Pflanzen" mehr geordert. Nur aus der Kräuterei habe ich mir hin wieder was Spezielleres kommen lassen. Die Kräuterei finde ich gut! Sie liefern gesunde Pflanzen in guter Qualität und selbst Kleinsummen zahlt man per Rechnung.

Lieben Gruß,
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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Yggdrasil » Sa Mai 28, 2011 23:18

Auch bei mir keimen gelegentlich Tomaten vom Vorjahr. Allerdings so spät dass ich denen bisher gar keine Chance gegeben habe voll auszuwachsen. Die wurden eigentlich immer als Mulch verwendet.
Ich dachte nie, dass die mal vollwertige Tomaten hervorbringen. Sollte ich der einen oder anderen Pflanze tatsächlich mal eine Chance geben?
Selbst Unfähige können zu allem fähig sein.

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Mia
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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Mia » So Mai 29, 2011 00:46

Musst gucken, Yggdrasil. :smile:

Wenn Du frühe hast, die jetzt schon da sind, ist es einen Versuch wert. Ich war die letzten zwei Jahre ja so ungeduldig und hab schon Ende März, Anfang April Kompost ausgebracht. Da waren die Kompost-Tomaten Ende Mai, Anfang Juni schon gut und kräftig da. Wenn sie viel später kommen, haben sie vermutlich keine Chance.

Ich habe dann die stärksten in große Kübel mit guter Erde gepflanzt ( auf dem Beet waren sie ja nicht eingeplant) , brachte etwas Pferdemist auf, Brennesseljauche, da gingen die gewaltig hoch. Bekamen dann Kali durch Beinwelljauche und Holzasche, so dass auch der Blüten- und Fruchtansatz gut war. Ich denke, sie waren deshalb besser als die im Beet, weil die Erde in den Kübeln besser war.

Lieben Gruß,
Mia
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Re: Lieferantenerfahrungsaustausch

Beitrag von Humusgärtner » So Mai 29, 2011 10:12

Yggdrasil hat geschrieben:Ich dachte nie, dass die mal vollwertige Tomaten hervorbringen. Sollte ich der einen oder anderen Pflanze tatsächlich mal eine Chance geben?
Ja, mach mal. Geht auch mit denen die später keimen. Du solltest sie dann halt früher kappen, bzw. bereits nach der zweiten Blütenrispe. Habe nämlich im Vorjahr viele Tomatenversuche gemacht. Sogar die ausgegeizten Triebe bewurzeln und tragen Früchte ... allerdings nicht mehr so reichlich wie die frühen, weil sie ja weniger Zeit haben.
Mia hat geschrieben:Ha, ich muss lachen, Humusgärtner, meine besten Tomate waren in den letzten zwei Jahren die, die sich aus dem Kompost auf dem Beet von selbst aussäten.
Da lache ich mit, weil selbiges in der Wurmkiste ständig passiert. Die ganzen Tomatensamen gehen auf und stehen dann in der Kiste rum. Allerdings können sie in reinem Wurmhumus nicht weiterwachsen. Sie werden dort irgendwie konserviert. Pikieren scheint zu funktionieren.

Die Bestellungen bei Baldur und Pötschke hatte ich gemacht, weil die Gemüse hatten, das es noch nicht als Samen zu kaufen gab. Pötschke war übrigens früher wirklich super. Meine Oma hat dort bestellt und ich habe waaaahnsinnig gerne die Reime im Katalog gelesen :lorl: Vielleicht war es auch eine Fehllieferung. Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich mir damals vorgenommen, lieber ein Jahr länger auf Samen zu warten, als nochmals irgendwo Pflanzen mit der Post zu bestellen.

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