Online-Studie "Befinden und Emotionsregulation"

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Online-Studie "Befinden und Emotionsregulation"

Beitrag von KlinPsy » Fr Aug 09, 2019 11:58

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Achtung: Aktuell suche ich vor allem noch Personen, die noch nie mit einem Haustier zusammengelebt haben. Gerne können aber auch noch alle Personen mit Haustier teilnehmen.


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Sehr geehrte Foren-NutzerInnen,

ich bin Studentin an der psychologischen Fakultät der Universität Wien und führe im Rahmen meiner Masterarbeit eine Online-Studie zum Thema „Befinden, Emotionsregulation und Haustiere“ durch, wobei ich vor allem Zusammenhänge der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) und der (möglichen) Beziehung zu Haustieren im Vergleich zu Personen ohne BPS erforschen möchte.

In der vorliegenden im deutschen Sprachraum angelegten Online-Studie geht es um Ihre persönlichen Empfindungen, wie Sie im Alltag mit negativen und positiven Gefühlen umgehen und wie Sie Ihre sozialen Beziehungen zu anderen Menschen und zu Ihrem Haustier (falls vorhanden) beschreiben.

Die Teilnahme an dieser Studie ist unabhängig davon, ob Sie mit einem Haustier zusammenleben oder nicht, und nimmt ca. 20 Minuten in Anspruch (die Dauer ist von der individuellen Bearbeitungsgeschwindigkeit beim Ausfüllen der Fragebögen abhängig). Ihre Daten werden streng vertraulich behandelt, sind anonym und enthalten keinerlei Informationen, mit denen man Sie identifizieren könnte. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zur Studie haben, können Sie uns gerne per E-Mail border.klinpsy@univie.ac.at kontaktieren.

Hier geht es zur Online-Studie:
http://dk.akis.at/emopet/

Vielen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung!

Liebevolle Grüße,
Claudia Jennel

Mia
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Re: Online-Studie "Befinden und Emotionsregulation"

Beitrag von Mia » Fr Aug 09, 2019 16:26

Erledigt!

Eine Geschichte für Sie:
Tiere verstehen nicht, wenn man mit ihnen über Probleme redet, aber sie nehmen Gefühle wahr!
Einen 6 jährigen Spitz ( aus einem maltesichem Auffanglager) sollte ich nur drei Wochen übergangsweise betreuen. Er war schrecklich! Er klaute Essen wo er nur konnte, er öffnete alle Türen und Fenster, er stahl meiner guterzogenen Labbihündin das Futter, er versuchte, mich nicht in MEIN Bett zu lassen, er verteidigte das Auto gegen MICH! Er biss! Und er fauchte! Er verhielt sich wie eine Bestie!

Nach einer schwierigen Szene, er versuchte die ( geklaute) Plastikpelle einer Wurst zu fressen, bei der ich ( durch einen Wasserguss aus der Kaffeekanne) siegreich blieb, worauf er durch das Fenster stiften ging, und ich schon dachte: nun läuft er auf die Straße und wird überfahren... kam er reumütig zurück.
Vor lauter vorausgegangenem Stress und Erleichterung sank ich in einen Sessel und begann zu weinen. Meine Labbihündin saß neben mir auf der Couch und bemühte sich redlich, mir die Tränen abzulecken. Der kleine Spitz hockte zu meinen Füßen, er leckte meine Knie und Hände und versuchte, mich aus dieser Perspektive zu trösten.

End vom Lied: der Spitz, der ( trotz diverser Versuche) nicht vermittelt werden konnte, eben weil er biss, blieb bei mir. 10 überaus glückliche Jahre mit ihm folgten!
Er war der originellste Hund, den ich je hatte. Innerlich völlig frei ( ein maltesischer Straßenköter halt) , aber doch mit irgendwelchen inneren Regeln ausgestattet, schenkte er mir sein Vertrauen.
Er war völlig unmöglich! Da es ihm bald nicht mehr passte, wenn ich ohne ihn fortging, kam er hinter mir her. Dazu öffnete er ein beliebiges Fenster und suchte die Orte auf, wo ich einkaufte. Kam ich meinetwegen aus dem Reweladen, saß der Spitz artig und schwanzwedelnd davor: " Na, Frauli, ich dachte mir doch, dass du hier bist!"

Als wir ( aus dem kleinen Ort im Bergischen Land) nach Dortmund umzogen, weil meine Mutter pflegebedürftig wurde, behielt er das bei. Es war nicht möglich, diesen Hund meiner Mutter anzuvertrauen. Er trickste sie ständig aus. Er öffnete die Fenster, was hier schwieriger war, weil bei der Mutter überall Gardinen hingen.
Tochter zur Mutter: "Mutter, warum hast du denn in der Küche die Gardinen heruntergenommen und so wüst auf die Eckbank gepfeffert?"
Mutter, beleidigt: "Das war ich doch gar nicht!"

Gottseidank wohnten wir auch da ländlich, so dass der Hund, wenn er auf der Suche nach mir los marschierte, nicht dem Großstadtverkehr ausgesetzt war. Außerdem hatte er von der Labbihündin gelernt, die frei bei Fuß lief, fahrende Autos zu meiden. Oder hatte er dieses Wissen schon aus Malta mitgebracht?

Also, dieser Hund ging auf dem Bürgersteig! Und bevor er eine Straße querte, überlegte er sich das dreimal. Er suchte andere Möglichkeiten, seine Ziele zu erreichen. Schlug sich dann in Gärten und lief irgendwie hinten herum. Nahm dafür auch weite Bögen in Kauf.
Und wenn es ihm zu gefährlich wurde, ging er gar nicht mehr weiter. Also, wenn er ein Etappenziel erreicht hatte, z.B. Getränkecenter, an einer Kreuzung, und ich nicht dort war, dann saß er da- auf der Verladerampe mit Weitsicht - ab und wartete. 'Hier wird mein Frauli garantiert wieder hinkommen! Und kommt sie nicht gleich, dann kommt sie eben später!'
Ende 2015 musste ich ihn wegen Herz- und Nierenversagens einschläfern lassen. Es war für mich ein immenser Verlust.

Ich hatte mir als Kind immer einen 'Lassie' gewünscht.
Begeistert hatte ich meine Labradorhündinnen ( ich hatte nacheinander drei, über 35 Jahre hinweg ) wunderbar erzogen.
Und nun kommt so ein unerzogener Spitz--- und IST eine Art Lassie! Von sich aus!

Ich wünsche allen psychisch erkrankten Menschen solche Hunde! Wobei ich ihnen die guterzogenen Labradore empfehlen würde, denn diese belasten sie nicht. Die sind einfach innerlich ausgeglichen und haben wenig Eigenarten. Und sie spüren, selbst wenn man nicht mit ihnen über Problem reden kann, wie es ihrem nahen Menschen geht. :wink:

Lieben Gruß
Mia
Ich möchte so ein guter Mensch werden, wie meine Hunde von mir glauben, dass ich es bin.

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