Anfänger-Pflanzen

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Mia
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Mia » So Mai 06, 2012 00:02

Huhu Anfängerin, :smile:

ich habe eine Frage: nach welchem Mondkalender säest Du denn?
Bei den Tomaten sind die ersten richtigen Blätter gemeint.
Warte, bevor Du die auspflanzst, dass die noch mindestens ein Blattpaar obendrüber haben. Man verbuddelt die dann auch nicht gerade und tief in der Erde, sondern planzt sie schräg zu ihrem Haltestab. Das erste Blattpar liegt dann etwas über der Erde. So mache ich es. Es gibt auch Leute, die schneiden das erste Blattpaar ab und verbudeln sie noch tiefer.

Darüberhinaus freue ich mich, dass nun alles bei Dir gedeiht! Weiter so und TOI, TOI, TOI!

Mia
Ps.: Bei mir ist es auch gerade so, dass hier alles wahnsinnig schnell keimt. Mei! Ich habe alle möglichen Blumensamen im Garten verteilt, die kommen auch, aber an einigen Stellen ist es so, als hätte ich vor allen Dingen Disteln gesäet!
Die Samen müssen im Boden gelegen haben, und erst nach den zwei Keimblättern erkenne ich die Disteln. Ist halt so.
Spätestens nach dem zweiten echten Blattpaar werden sie dann gerupft!
Ich möchte so ein guter Mensch werden, wie meine Hunde von mir glauben, dass ich es bin.

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » So Mai 06, 2012 23:08

Hallo Mia,

ich säe nach keinem fertigen Mondkalender. Ich habe aus meiner Astrologie-Zeit noch die "Ephemeriden", das ist ein dickes Buch mit Tabellen, wo man nachsehen kann, wo (also in welchem Tierkreiszeichen) jeder Planet an jedem Tag steht. Jedes Tierkreiszeichen ist einem bestimmten Element - Feuer, Erde, Luft oder Wasser - zugeordnet, und die Pflanzen lassen sich auch den Elementen zuordnen, je nachdem, welchen Teil der Pflanze wir nutzen wollen: Frucht, Wurzel, Blüte oder Blatt. Somit richte ich mich bei meinen Gärtnerinnen-Arbeiten danach, welche Pflanze gerade dran ist, d. h. in welchem Tierkreiszeichen der Mond gerade steht - das ist das ganze Geheimnis. Falls meine Idee stimmt, dass das zum schnellen Keimen beiträgt - vielleicht hast Du bei Deinen Blumen ja zufällig die richtigen Tage und bei den Disteln die falschen erwischt...

Was die gesäten gegenüber den Unkrautpflanzen angeht, habe ich wohl einen Riesenfehler gemacht, indem ich Erde und Sand von draußen genommen habe und mit meiner gekauften Bio-Erde gemischt habe, je nachdem, was die jeweilige Pflanzenart so braucht. Da ich noch keinerlei Erfahrungen habe, kann ich vielfach noch nicht die gesäten, keimenden Pflänzchen vom sprießenden Unkraut unterscheiden, das ich mir mit der Erde von draußen mitgebracht habe. Das Problem (das nicht wirklich eins ist) habe ich aber nur bei den Kräutern, die ich in Schalen und Töpfe gestreut habe - bei den Gemüsepflanzen habe ich sehr gleichmäßig gesät und weiß anhand der Stelle, wo es keimt, ob das die ausgesäte Pflanze ist oder nicht. Wie schon gesagt, Versuch macht kluch, ich werde schon noch dahinter kommen. Und bei manchen Pflanzen ist es recht einfach, z. B. beim Kürbis - da ist keine Verwechselung möglich.

Übrigens sind wir sowas wie Nachbarinnen, ich gärtnere auch im "südlichen NRW". :wink:

Meine gekaufte Tomate hat schon etliche Blätter und ich werde sie vom kleinen Topf erst mal in einen mittleren umpflanzen müssen - der endgültige ist zu groß, als dass ich ihn in der Wohnung noch unterbringen könnte. Der einzige Platz in der Wohnung, der annähernd genügend Licht hat, ist das Wohnzimmer-Fensterbrett - und das ist schon vollgestellt... und draußen ist es für Tomätchen noch zu kalt.

Ich habe heute angefangen, mein zweites Beet anzulegen - das ist eine echte Strafarbeit. Wieder mit dem Handschippchen gut spatentief ausgeschachtet, 1 m x ca. 25 cm, das hat mich über eine Stunde gekostet. Die ausgebuddelte Erde dann von Bauschutt, Glasscherben und allem möglichen anderen Unrat zu befreien, hat noch mal sicherlich vier Stunden gedauert - und das waren jetzt gerade mal 10 % des ganzen Beets! :shock: Mag ja sein, dass ich mir nicht ganz so viel Mühe machen bräuchte, und wenn ich Blumen pflanzen wollte, würde ich sicher nicht so pedantisch vorgehen... aber ich will Essen anpflanzen, und die Vorstellung, dass das auf Müll wächst, behagt mir gar nicht. Ich hoffe nur, dass sich die ganze Mühe auch lohnen wird und hinterher alles gut gedeiht. Heute habe ich ein kleines Eckchen meines ersten Beetes noch mal ein bisschen umgegraben, weil ich überlegte, dorthin meine vorgezogenen Radieschen umzusiedeln. Es war schon ein tolles Erlebnis, die herrlich aufgelockerte Erde dort zu bewegen... doch, doch, die Mühe lohnt sich sicherlich!

Morgen werde ich also weiterbuddeln und hoffe auf endlich wärmeres Wetter, damit mein erstes Beet auch endlich bezogen werden kann.

Bis bald, viele Grüße von der Anfängerin
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Mia » Mo Mai 07, 2012 03:06

Heute nur ganz kurz, denn ich unwahrscheinlich spät dran und muss dringend ins Bett!
Huhu Anfängerin! :smile:
Ja, Ephemeriden habe ich auch. Aber ich bin inzwischen unsicher, ob ich die nehmen soll, oder doch lieber den siderischen Mondkalender von Maria Thun. Also früher, vor 20, 25 Jahren, als ich die Zeitschrift noch kaufte, gab es den monatlich in Kraut&Rüben abgedruckt. Heute gibt es den da auch noch, aber ich kaufe die Zeitschrift, nachdem ich einige frühe Jahrgänge besitze, schon lange nicht mehr. Jedenfalls, ich habe mich früher immer nach diesem Kalender gerichtet - mit gutem Erfolg! - und mir ist gar nicht aufgefallen, dass zwischen ihrem siderischen Kalender und den Angaben, die in den Ephemeriden stehen, ein Unterschied besteht. Das kam erst, durch einen Zufall, fast 18 Jahre später.
So wie ich es verstanden habe, ist, dass der trophische Sternkreis der Ehpemeriden von einem GEDACHTEN Konstrukt ausgeht, welches sich am Frühlingsanfang (oder der Sommensonnenwende) orientiert, EGAL, wo die wirklichen Sternzeichen am Himmel stehen, und sich folglich die laufnden Planeten befinden -- während sich der siderische Sternkreis der TATSÄCHLICHEN Positionen der Planeten am Himmel in den tatsächlichen Sternzeichen widmet.

Also, beim siderischen Tierkreis ist es so, dass der Mond, auf die Himmelsbeobachtung übertragen, WIRKLICH im Sternbild des Schützen oder des Skorpions steht, während er im tropischen Sternkreis dorthin GEDACHT wird.
Hier zum Unterschied, vielleicht etwas verwirrend:
http://www.astrologiezentrum.de/buch_2/350_page.htm

Also, mich hat das eine Zeit so durcheinander gebracht, dass ich dann jahrelang komplett auf Mondkalender gepfiffen habe. Bis ich dann dieses Jahr wieder abgefangen habe, nach dem Kalender von Maria Thun zu gärtnern.
Dazu trug auch bei, dass ich ihn endlich im Internet in einer wirklich guten Fassung fand! (Bunkahle und Konsorten liefern dazu kein gutes Bild!)

Hier ist der siderische Mondkalender nach Maria Thun: http://www.wyssgarten.ch/Resources/PDF/mondkalender.pdf
Hier die dazugehörige Hauptseite: http://www.wyssgarten.ch/

Bei den Blumen habe ich, glaube ich, schon den richtigen Tag erwischt. Die Distelsamen, die im Boden lagen, wusten ihre genaue Stunde allerdings auch.... :wink: :wink: :wink:

Jetzt schnell ins Bett!
Morgen mehr!
Lieben Gruß,
Mia
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von fiddler » Mo Mai 07, 2012 21:33

Kurze Bemerkung zu John Seymor: Der Mann ist wohl Engländer, hat aber offenbar Gärntererfahrung in ganz Europa. Manchmal weiß ich bei ihm nicht, was eigene Erfahrungen sind und was er von anderen zusammengetragen hat. Jedenfalls können seine kalendarischen Angaben aus diesem Grund nur sehr ungefähr sein.

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » Mo Mai 07, 2012 22:09

Hallo Fiddler,

mein Frust bezüglich der unterschiedlichen Angaben bezog sich mehr auf die Bodenqualität. Da steht z. B. auf Samentütchen für Mittelmeerkräuter, dass sie nahrhaften oder humushaltigen Boden brauchen... :shock:

Huhu Mia,

bin heute zu müde, um noch was zu Deinen astrologischen Ausführungen zu schreiben... morgen, hoffentlich... weiß ich aber noch nicht, weil für morgen dringend was anderes auf dem Plan steht. Außerdem ist das Wetter besser und ich muss buddeln und gucken, dass ich meine Beete belebe. Ich melde mich wieder, sobald ich kann.

Liebe Grüße von der Anfängerin
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Wasnun » Di Mai 08, 2012 06:07

Moin Anfängerin,

berichte doch bitte mehr über Deine Erfahrungen mit dem Mondkalender, danke. Hast Du zu dem Ausstag laut Mondkalender auch Vergleichssamen an einem ungünstigen Tag ausgesät?
Erstmals habe ich nach dem Mondkalender meine Tomaten und Paprika ausgesät. Parallel dazu habe ich an ungünstigen Tagen vorher und nachher ebenfalls Samen ausgesät. Wichtige Eckpunkte in dieser Sache habe ich via Text und Bild dokumentiert, bin mal gespannt wie es im Herbst aussieht.
in bester Absicht, euer Wasnun

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » Mi Mai 09, 2012 20:58

Sooo, da bin ich auch mal wieder. :smile:

Huhu Mia,

ich habe mir die Astro-Seite kurz angeschaut... das ist mir alles viel zu kompliziert. Ich bleibe einfach bei meinem System, mich erst mal nur auf die Elemente zu konzentrieren. Weiterhin keimt das Meiste, das ich säe, um die Hälfte schneller als angegeben. Nun geht es darum, ob die Pflanzen sich auch entsprechend entwickeln. Sie müssen schon einen starken Überlebenswillen haben, um meine Anfängerinnen-Fehler zu überstehen... :roll:

Hallo Wasnun,

nein, ich habe keine Vergleichsreihe gestartet - käme ehrlich gesagt auch gar nicht auf die Idee, eine Pflanze mutwillig schlechteren Bedingungen auszusetzen, dafür will ich viel zu sehr alles richtig machen... und bin ohnehin davon überzeugt, dass es nach dem Mondkalender besser klappt. (Ob da nun mein Glaube oder der Mond wirkt, sei mal dahingestellt. :wink: )

@ all:

Mit meinem zweiten Beet bin ich bald fertig, und mir tun alle Knochen weh. Heute habe ich tatsächlich zwei vollständige Ziegelsteine ausgegraben, nebst Flaschenhälsen und sonstigem Unrat. Ich hoffe, dass ich morgen, spätestens übermorgen fertig werde - und dann geht es an die Planung und zur Frage, wo ich welche vorgezogenen Pflänzchen letztendlich einpflanze. Und da merke ich doch, dass es mit Intensiv-Kultur auf kleiner Fläche um einiges komplizierter zu sein scheint, als wenn man viel Platz hat und die Pflanzen einfach in Reihen setzen kann.

Da geht es um Fragen wie: Wer nimmt wem die Sonne weg, aber auch: Wieviel Ausbeute kann ich bei bestimmten Pflanzen erwarten? Z. B. habe ich mich nun doch entschieden, auch Buschbohnen anzupflanzen. Aber wieviele Pflanzen brauche ich - wieviel wirft eine einzelne Pflanze ab? Beim Kohl ist das ja einfach, aber bei Bohnen? Tomaten werde ich sicherlich selbst bei besten Bedingungen nicht genügend ziehen können, weil wir Tomaten-Vielfraße sind - soviele Kübel kann ich wohl gar nicht kaufen...

Zu den Kürbissen habe ich auch noch eine Frage. Soweit ich verstanden habe, mögen Kürbisse Sonne - der Kürbis-"Nistplatz" ist nicht so sonderlich sonnig, aber wenn die Pflanze wächst und rankt, werden die Früchte genügend Sonne bekommen. Darauf kommt es doch an, oder?

Und noch eine Frage - die letzte für heute, versprochen: Brauchen Möhren wirklich FÜNF MONATE von der Aussaat bis zur Ernte? :shock: (Steht so auf dem Samentütchen...)

Liebe Grüße von der Anfängerin, die jetzt ins Bett fällt..
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Carolyn » Do Mai 10, 2012 09:51

Anfängerin hat geschrieben:Zu den Kürbissen habe ich auch noch eine Frage. Soweit ich verstanden habe, mögen Kürbisse Sonne - der Kürbis-"Nistplatz" ist nicht so sonderlich sonnig, aber wenn die Pflanze wächst und rankt, werden die Früchte genügend Sonne bekommen. Darauf kommt es doch an, oder?

Und noch eine Frage - die letzte für heute, versprochen: Brauchen Möhren wirklich FÜNF MONATE von der Aussaat bis zur Ernte? :shock: (Steht so auf dem Samentütchen...)
Nicht nur die Kürbisfrüchte brauchen viel Sonne, sondern vor allem auch die Blätter, denn damit atmet die Kürbispflanze ja. Wenn die Pflanze aber an ihrem "Nistplatz" (welch ein schönes Bild :grin: :lol: ) genug Sonne bekommt, um sich da vernünftig zu entwickeln - was an einem richtig sonnigen Platz schneller/besser passieren sollte - dann sollte es reichen, wenn sie dann in die Sonne ranken kann.

Es gibt Möhren-Sorten, die sehr schnell sind (für Möhren), es gibt aber auch welche, die über ein halbes Jahr brauchen (Futtermöhren). Das kommt ja auch auf die gewünschte Größe an.

Bei den Tomaten geht es mir übrigens genauso, wollte ich mich da wirkloich selber versorgen, dürfte ich nichts anderes anpflanzen. :lol: Aber die eigenen sind da halt doch immer so ein Sahnehäubchen (und kommen meistens gar nicht bis ins Haus :lol: ).
Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird. (Winston Churchill)

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » So Mai 13, 2012 23:38

Mal wieder ein kleiner Zwischenbericht von mir:

Zwei Kürbispflanzen sind auf dem Pseudo-Kompost heimisch geworden. Ich habe also so getan, als wolle ich einen Kompost anlegen, unten Zweige, dann Küchen-Grünzeug, zwischendurch ein bisschen Erde und schließlich jede Menge gekaufte Bio-Gartenerde drauf. Wenn ich bedenke, dass die Kürbispflanze der Nachbarn vor Jahren sich selbst im nicht vorbereiteten Beet ausgesät hat, denke ich, dass es den beiden dort ganz gut gehen wird. Allerdings habe ich festgestellt, dass die wunderschönen alten Bäume hier in der Nähe seit letztem Jahr ordentlich gewachsen sind - Sonne kommt auf mein Fleckchen Erde immer weniger... Na gut, noch steht die Sonne nicht sooo hoch, ein bisschen mehr geht noch - aber da sind doch einige Schatten-Barrieren.

Die umgesetzten Salate - sie sitzen bis mittags im Schatten, dann kommt die Sonne, wenn sie kommt - schwächelten heute wieder so vor sich hin... und erst als ich den frisch gesäten Rukola gegen Abend abdeckte, war mir klar, was los ist: Die Salate kommen einfach nicht mit den aktuellen Temperaturschankungen zurecht. Tagsüber knalllte heute die Sonne, aber letzte Nacht war es saukalt und heute gegen Abend wurde es wieder so frostig. Ich habe sie jetzt über Nacht mit einer großen Styropor-Pizza-Box abgedeckt. Hoffe, das hilft. Die Kürbispflänzchen haben dann für die Nacht auch gleich einen Eimer übergestülpt bekommen - die Eisheiligen scheinen es ja ernst zu meinen...

Die Tomaten-Anzucht habe ich für dieses Jahr abgehakt - ich war einfach zu spät dran. Habe jetzt drei gekaufte Pflanzen, die werden demnächst, sobald es sicher warm genug ist, in ihre Kübel kommen; momentan stehen sie tagsüber draußen und nachts - wie alles andere auch - noch in der Wohnung. Dennoch werde ich den selbstgezogenen Tomaten- und Paprika-Pflänzchen natürlich eine Chance geben... mal seh'n, was draus wird. Meine Kräuterlein scheinen auch alle zu kommen, nachdem ich sie nun über Nacht doch wieder reingeholt habe. Es warten nun etliche kleine Kohl- und Salatkeimlinge darauf, kräftiger zu werden und demnächst den Umzug nach draußen zu bewerktstelligen. Ab Mittwoch werde ich dann noch Bohnen, Erbsen, Zucchini, Gurken und Kohlrabi säen - je nach Wetterlage entweder im Joghurtbecher oder im Beet.

Kopfzerbrechen bereitet mir noch die Nährstoff-Frage. Ich habe Bio-Universalerde gekauft und festgestellt (weil es auf der Tüte steht), dass die nicht für Jungpflanzen geeignet ist. Ich denke aber, dass es vor allem eine Frage der Konzentration ist, oder? Ich versuche ja immer, mit einigermaßem gesunden Menschenverstand an neue Sachen ranzugehen und werde leicht bockig, wenn es zu kompliziert wird. Ich denke mir: Wenn die Universalerde für Jungpflanzen "zu stark" ist, dann nehme ich eben weniger davon... aber wieviel ist genug? Und wie lange wirkt das Zeugs, bevor ich dann anfangen muss zu düngen? Drei Wochen? Und wie dick muss die Lage Universalerde auf der Gartenerde sein? Ich schätze mal, so ein bis zwei Zentimeter - und dann ein bisschen unterhaken?

Schon blöd, wenn man von nix ne Ahnung hat - und meine Mutter ist auf dem Bauernhof aufgewachsen und hat ihr Wissen ins Grab mitgenommen... So muss ich also Euch hier Löcher in den Bauch fragen. Ich belese mich zwar auch, kann nach meiner gestrigen Internet-Recherche auch endlch die Physalis-Pflänzchen unter dem ganzen Unkraut im Topf identifizieren... Ich glaube, mein Perfektionismus und meine Ungeduld sind meine größten Stolpersteine. Aber wird schon. Wenn mir noch jemand meine Frage beantworten könnte, wieviel Bohnen-Ausbeute ich aus einer einzelnen Pflanze erwarten darf... im besten Fall? Ganz lieben Dank für Eure Hilfe - und wenn es fruchtet, werde ich Euch zumindest virtuell an der Ernte teilhaben lassen.

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von fiddler » Mo Mai 14, 2012 21:32

Bei den Stangenbohnen kann ich vielleicht eine grobe Orientierung geben: Ich hatte letztes Jahr ein Stangenzelt (wie ein Tipi aufgestellt) mit 7 Stangen. An jede Stange lege ich so 3-5 Bohnen (da ich die Bohnen gemeinsam mit meiner kleinen Tochter gelegt habe, war das nicht so ganz definiert...) Jedenfalls hatten wir so viele Bohnen, dass wir gut zu essen hatten und noch verschenkt haben.

Für den Kürbis: bei mir ist das auch so, dass die Pflanzstelle nicht optimal in der Sonne liegt, die Ranken sich dann aber zur Sonne ziehen können. Das funktioniert schon.

Tomaten habe ich 8 Kübel für je eine Pflanze. Das reicht nicht zum Ketchup kochen, aber wir haben wochenlang jeden Abend ein paar Tomaten auf dem Abendbrotstisch.

Das Abdecken des Salates mit der Styroporbox ist eine gute Idee. Tagsüber mußt Du die Box natürlich wieder abnehmen, aber das ist Dir sicher auch klar.

Ich denke jede noch so kleine Anbaufläche lohnt sich. Auch wenn man damit nicht zum Selbstversorger werden kann: es ist ein unbeschreiblicher Genuß, wenn das Gemüse auf dem Tisch zwei Stunden vorher noch im Garten stand. Oder wenn man die frischen Kräuter für den Kräuterquark eben erst schneidet. Mir geht das jedenfalls so... Und inzwischen ist es, zumindest im Frühsommer bis zum Spätherbst, bei uns tatsächlich so, dass wir kein Gemüse kaufen.

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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » Mi Mai 16, 2012 21:47

Dankeschön für die Bohnen-Aufklärung... aber ich hatte natürlich nicht Stangen-, sondern Buschbohnensamen gekauft - wäre ja auch sonst zu einfach gewesen. :roll:

Aber inzwischen werde ich gelassener... nachdem ich gemerkt habe, was ich alles falsch gemacht habe und wohl auch noch weiterhin falsch machen werde, könnte ich entweder frustriert das Handtuch werfen (was ich aber nicht tue) oder das ganze als spannendes Experiment sehen, das mir auch noch körperliche Bewegung verschafft... und irgendwas von all dem Zeugs, das ich gesät habe, wird schon was werden.

Was meine Fehler angeht, so habe ich heute nämlich im Netz gelesen, dass ich mit meiner Buddelei und Sieberei möglicherweise den Boden total verhunzt habe. Ach ja, und gerade kommt mir eine Erleuchtung, woran es liegen mag, dass meine Salate so "schütter" sind. Könnte es daran liegen, dass ich die äußeren Blättchen schon mal abernten sollte, damit die Köpfe innen dichter werden?

Ich bin auch ein bisschen weiter mit meiner Keimlings-Identifikation (wegen der Durchmischung mit Unkraut). Im Netz findet man ja Bilder zu allem Möglichen, und eine Lupe hat mir heute geholfen, die zwei Stevia-Pflänzchen von zwei sehr ähnlichen zu unterscheiden. Mit bloßem Auge sehe ich es nicht, aber mit der Lupe ist deutlich erkennbar, dass die Blattstruktur eine andere ist. Hach!

Heute hat es wieder heftigst gehagelt, deshalb habe ich (Fruchttage) noch wieder vorgesät, und außerdem latschen meine beiden Katzendamen sehr gern über das frische Beet - ich werde es mir deshalb weitgehend verkneifen müssen, ins Freiland zu säen. Erst wenn die Pflanzen eine bestimmte Größe haben, treten die Katzen nicht mehr drauf, sondern daneben, das hat mir die Erfahrung mit den vorgezogenen Salaten gezeigt.

Meine beiden Kürbispflanzen... ich weiß nicht. Die eine hat sich gleich nach dem Setzen hingelegt, die andere hat in beiden Keimblättern Risse oder Bisse. Vielleicht war es der Hagel gestern, mal sehen, was aus den beiden noch wird. Wenn sie es nicht schaffen sollten... ich habe noch zwei, die heute vom zu kleinen Tontopf erst mal in einen Eimer umgezogen sind.

Ich könnte ellenlang so weiterschreiben, mich hat die Gärtnerei so richtig gepackt, habe ja auch schon wirklich viel gesät: 23 Kräter, Tomaten, Paprika, gelbe und grüne Zucchini, zwei Sorten Gurken, Knollenfenchel, Kohlrabi, Weiß-, Rot-, Grün-, China- und Rosenkohl, Wirsing, Eissalat, vier Sorten Pflücksalate, Spinat, Buschbohnen, Markerbsen, die Kürbisse, Radieschen, Zwiebeln, Möhren, Porree und Kapstachelbeeren. Ich glaube, das war's an gekauften Samen. Außerdem habe ich heute drei Haselnüsse (Wildsammlung vom letzten Herbst), vier Apfelkerne (aus einem gekauften Bio-Apfel) und sieben Himbeersamen (aus TK-Himbeeren) verbuddelt - bin mal gespannt, was daraus wird. Natürlich habe ich bei allen Gemüse- und Salatsorten nur gaaaanz wenige jeweils gesät, sonst weiß ich hinterher ja nicht, wo ich das alles unterbringen soll.

Wie beim Mais, den ich aus den viel zu flachen Schalen rausnehmen musste... der wartet jetzt seit zwei Tagen darauf, wieder gesetzt zu werden - aber ich habe gar keinen Platz für ihn, wegen der Sonnen-/Schattenverhältnisse. Hätte ich vorher drüber nachdenken sollen, habe ich aber nicht. Ich glaube, ich werde ihn morgen ins nahegelegene Wäldchen bringen und ihm dort ein schönes Plätzchen suchen. Da sind viele sonnige Stellen...

So, das war mal wieder ein kleines update von mir. Ich werde weiter berichten.

Viele liebe Anfängerinnen-Grüße
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Re: Anfänger-Pflanzen

Beitrag von Anfängerin » Fr Mai 18, 2012 22:28

Heute habe ich mal wieder eine echte Anfängerinnen-Frage und hoffe, mir kann jemand helfen. Ich habe mich jetzt ein bisschen mit Mischkultur, Stark-, Mittel- und Schwachzehrern und flach- und tiefwurzelnden Gemüsesorten beschäftigt. Somit hätte ich Anhaltspunkte, was ich kombinieren kann, aber mir ist völlig unklar, wie ich so eine Kombination dann düngen sollte. Angenommen, ich will zum langsam wachsenden Starkzehrer einen schnellwachsenden Mittel- oder Schwachzehrer setzen - die haben doch auch ganz unterschiedliche Ansprüche an die Düngung. Oder dünge ich zuerst entsprechend dem Schwachzehrer und wenn der dann abgeerntet ist, fahre ich hoch? Oder wie? Brauchen die beiden nicht von Anfang (Aussaat) an unterschiedliche Bedingungen?

Wenn in Fruchtfolge gesät und gepflanzt werden soll, leuchtet mir das schon ein: erst Starkzehrer, danach Mittelzehrer und zum Schluss Schwachzehrer. Wie das bei der Mischkultur funktionieren soll, ist mir ein Rätsel insofern, als die Starkzehrer viel Düngung brauchen, die die Schwachzehrer sicherlich überfordern würde. Wie geht das?

Viele Grüße
die Anfängerin
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