Gurken ins Freiland 2021

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Emiliana
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Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Emiliana » Do Mai 20, 2021 17:12

Hallo,

ich will mal fragen, ob ihr eure Gurken bereits im Freiland habt?

Ich traue mich ehrlich gesagt noch nicht. Momentan stehen sie noch im Gewächshaus, weil wir hier nachts noch bis zu 5°C haben und ich befürchte, dass ihnen das zu kalt ist. Langsam wollen sie aber raus aus dem engen Topf ...

Ich habe mal nachgesehen, falls das wichtig ist, wir leben hier in Klimazone 7a

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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Mia » Do Mai 20, 2021 18:30

Hallo Emiliana! :smile:

Lass sie lieber noch etwas drinnen!

Ich bin auch Klimazone 7a und ich habe gestern den Fehler gemacht, die Gurken in ihren Töpfen rauszustellen, weil ich sie heute einpflanzen wollte. Nachts hatten wir wohl plus 5 Grad, aber meine Inkagurken sind dabei alle ERFROREN! Von denen hängen nur noch schlaffe Gestalten über den Topfrand.
Die Luffagurken und die Delikatessgurken haben es problemlos überlebt, die Inkagurken aber eben nicht. Die muss ich nachsäen.
Lass sie also lieber noch ein paar Tage drin.

Ob sie nun am 21. Mai rauskommen oder erst am 1. Juni, ist bei diesen niedrigen Maitemperaturen ja ziemlich wurscht. Aber: die Sonne steigt höher, und es kann auch in Klimazone 7a ja nur wärmer werden! :grin:
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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Hapy » Fr Mai 21, 2021 19:20

Hallo Emiliana,

Meine Kürbisse sind bereits ausgepflanzt. Ich erwarte keine Fröste mehr, auch wenn wir einen kühlen April und bisher einen ebensolchen Mai hatten. Die Klimazone spielt dabei keine große Rolle, da sich die Einteilung an den tiefsten Wintertemperaturen orientiert. Trotzdem ist es gut zu wissen, wo in etwa der Garten liegt.

Mia, angeblich vertragen Inkagurken kühle Temperaturen, natürlich keinen Frost. Kann das Problem mit Deinen Inkagurken mit Feuchtigkeit und Wind zusammenhängen?

Hapy

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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Mia » Fr Mai 21, 2021 21:05

Hi, Hapy, :smile:

also, ich hatte alle Anzuchten ( Tomaten, Paprika, Chilis, Zucchini, Kürbisse, Gurken) in Kaffeebecher aus Pappe pikiert. Die standen an einem Südfenster in einer alten Kühlschrankschublade (durchsichtig, an den Seiten ca. 25cm hoch) auf welche anfangs mittig ein Deckel von einem Kleingewächshaus passte - bis die Tomaten höher wurden. Den Rest hatte ich mit Folie abgedeckt. Sicher vor vier, fünf Wochen, habe ich alles was oben war abgenommen, so das alle Pflanzen keine Treibhausatmosphäre mehr hatten.

Jedenfalls: die gesamte Kühlschrankschublade habe ich vorgestern in den Garten getragen, habe die Tomaten, Paprika, Chilis schon mal auf die bereit stehenden Kübel sortiert, die Kürbisse und die Zucchini ausgepflanzt, so dass nur noch die drei Gurkensorten in dem relativ geschützten ( da seitlich 25cm hohen) Plastikgefäß verblieben sind.

Jetzt kannst Du natürlich Recht haben, dass da des Nachts der kalte Wind reinpfiff, nachdem alle anderen ( natürlich auch schützenden!) Pflanzen herausgenommen waren. Also, es kann durchaus am Wind liegen!

Feuchtigkeit geht nicht.
Ich meine, wenn man Pflanzen in Pappbecher pikiert ( wegen Corona konnte ich nix anständiges kaufen), muss man mit dem Gießen sehr vorsichtig sein. Also täglich immer nur einen kleinen Schluck, damit die Pflanzen weder ersaufen - noch vertrocknen. Noch sich der Pappbecher auflöst.

Von den Gurken hatte ich je zwei bis drei angezogen, die Delikatessgurken und die Luffagurken sind ohne Schäden davon gekommen. Die drei Inkagurken habe ich heute wieder ans warme Südfenster getragen, möglicherweise erholt sich eine noch. Sicherheitshalber habe ich neu ausgesät.

Mia
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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Hapy » Sa Mai 22, 2021 22:29

Hallo Mia,

Wenn ich von Feuchtigkeit geschrieben habe, dann meinte ich nicht die feuchte Erde, sondern die Luftfeuchte. Wir hatten in den letzten Tagen eine sehr hohe relative Luftfeuchte. Da ist es wahrscheinlich, dass diese als Tau ausfällt (Und unser Rasen ist am Morgen auch sehr nass.). Wenn jetzt im Laufe der Nacht ungesättigte Luft über den Tau hinwegzieht, dann kann es zu etwas ähnlichen wie Bodenfrost (Verdunstungskälte) kommen, der den Pflanzen schadet.

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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Mia » So Mai 23, 2021 16:14

Ja, Hapy,
das kann natürlich auch sein. Der Vorgang um 'Verdunstungskälte' sagt mir was.

Die anderen Gurken haben jetzt auch einen Schlag abbekommen. Ich hätte sie sofort mit den Inkagurken wieder reinstellen müssen! Sicherheitshalber habe ich nun alle nachgesät, die keimen ja schnell.

Andererseits habe ich überlegt, ob mein neuer Garten überhaupt geeignet ist, Gurken anzubauen. Im Gegensatz zum alten Garten habe ich hier kein Gewächshaus, darin hatte ich sie sonst immer stehen. Und dieser Garten ist durchaus windanfällig - nur eine Ecke nicht, und da wollte ich eigentlich keine Gurken hinpflanzen.
Ich muss jetzt wohl mal meinen überlegten Plan ändern. Die exponierten Stellen, wo ich die starkwüchsigen Inkagurken hochranken lassen wollte, sind wohl ( vielleicht?) auf Dauer zu windig.
Die anderen Gurken stehen am ( hohen) Flechtzaun zumindest etwas geschützter.
Dieser Versuch könnte gelingen.

Statt der Inkagurken, die an der Pergola hoch sollten, habe ich jetzt schon mal diese weißen Riesenbohnen eingeweicht ( Gigantes), ich denke, die können den freien Stand besser verkraften.

LG
Mia
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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Emiliana » Mo Mai 24, 2021 09:40

vielen Dank @Mia für die Antwort. Du hast Recht: ob sie nurn 14 Tage früher oder später draussen sind spielt keine Rolle. Sie geben dann halt später richtig "Gas" und holen das nach das sie zurückhält wenn es zu kühl oder gar kalt ist.

Danke auch für eure Diskussion. Meine Zucchini und Kürbisse stehen seit einer guten Woche an Ort und Stelle und die Tomaten im Freiland (geschützt an der Hauswand) seit ungefähr 3 Wochen. Allen Pflanzen geht es gut und sie wachsen und setzen Blüten an.

OT:
Übrigens sehe ich das erstemal seit vielen Jahren Tomatenanbau (weit davon entfernt ausreichend Ahnung zu haben) Königsblüten an meinen Fleischtomaten.

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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von Mia » Mo Mai 24, 2021 15:22

Hallo Emiliana,

die Königsblüten würde ich abkneifen. Ich habe sie früher an zwei Fleischtomaten mal dran gelassen, weil mich interessierte, was daraus würde. Ergebnis: zwei überdimensionale Fleischtomatenfrüchte, in die die Pflanzen wohl alle vorhandene Kraft steckten, ansonsten eher kümmerlicher Blüten- und Fruchtansatz.

Ich wollte noch etwas zu meiner Klimazone 7a erzählen. Auch, weil mich Hapys Beitrag zu Kälte durch den Wind zum ( hoffentlich!) besseren Nachdenken angeregt hat.
Wir befinden uns hier an der Schwelle zwischen dem milden altlantischen Klima, und dem im Winter eher frostigen kontinentalen Klima. Dazu gehört, dass im Winter, bei Hochwetterlage, also klarem Himmel und Sonne, immer wieder strenge Ostwinde auftauchen, die regelrecht 'sibirische' Kälte mit sich bringen.
Ich habe jetzt im Mai nicht auf die Windrichtungen geachtet, denn normalerweise ist diese
Wetterlage spätestens ab März vorbei.
Aber ich stelle nachdenklich fest: nur ein nächtlicher Hauch davon im Mai, hätte vermutlich schon ausgereicht, die Gurken zu killen.

LG
Mia
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Re: Gurken ins Freiland 2021

Beitrag von krautwusel » Mo Mai 31, 2021 21:56

Hallo zusammen, ich bin seit heute im Forum unterwegs.
Ich habe meine Inkagurken Ende letzter Woche verloren. Wir liegen im Tal, der tiefste Punkt rings rum. Und der Wind weht fast ständig von der Hügelkette. Es wird auch heut Nacht wieder nur 5 Grad werden. Freilandgurken, Tomaten und anderes Gemüse ist nun mal, seit den Eisheiligen im Beet. Nur irgendwann müssen die Pflänzchen aus den Töpfchen raus... Dieses Jahr scheint die Wetterlage eine Herausforderung zu sein.
Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts mangeln

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