Wenn ich zwei, drei Bauten mit Gangsystemen in der ganzen Streuobstwiese (ca. 3000 qm) habe unternehme ich für gewöhnlich gar nichts. Dazu fehlt mir schlicht auch die Zeit. Derzeit sehe ich aber schon vom hinteren Hof aus einen Erdhaufen neben dem anderen. Da muss ich etwas tun! (Meine Eltern haben mit Schlagfallen mehr als 50 Mäuse pro Jahr gefangen!) Vielleicht mache ich mal ein Foto und stelle es ein. Wüsste ich mir einen anderen (arbeitstechnisch bewältigbaren) Rat, ich würde gerne auf Gift verzichten.
Ich habe auch junge Bäume im Obstgarten, einen selbst veredelten Kirschbaum unbekannter Sorte hätten mir die Mäuse fast gekillt, er ist jetzt halbseitig dürr. Sobald ich jemanden an der Hand habe, der zuverlässig veredeln kann, werde ich ihn von diesem Baum Edelreiser schneiden lassen, um die Sorte zu erhalten.
An dieser Außengrenze zum Feld habe ich aus mehreren Gründen eine gemischte Hecke angelegt (oder eher eine Sträucherreihe, mit zwei Metern Abstand zwischen den Sträuchern). Obwohl ich die gefährdeten Sträucher alle in Maschendrahtzaun gepflanzt habe - direkt in der Baumschule mitgekauft, gut oben schließend - sind mir über die Jahre wohl schon ein Dutzend Sträucher von den Mäusen abgefressen worden oder teils wohl auch erfroren. Eine junge Weide, bereits an die vier Meter hoch, stand plötzlich schräg, weil die Mäuse einseitig die Wurzeln abgefressen haben. Sie hat überlebt. Einer von zwei Weißdornen kümmert vor sich hin, ist ein kniehohes Sträuchlein während der "Bruder" bereist übermannshoch ist. Mal sehen, ob er diesen Winter überlebt hat. Unmittelbar neben den Sträuchern finde ich regelmäßig Ausgänge von Mäusebauten.
So piepsende Geräte hatte ich mal vier gekauft, damals auch noch (zwei) für den Gemüsegarten. Neben einen gefährdeten jungen Apfelbaum hatte ich auch eines eingegraben. Die Mäuse waren wohl neugierig, denn unmittelbar daneben hatten sie einen Ausgang angelegt - wo vorher und danach nie wieder einer war.
Wenn ich nichts gegen die Mäuse unternehme kann ich Hecke und Streuobstwiese aufgeben bzw. es werden nur die alten Bäume überleben, die langsam vergreisen bzw. absterben. (Einen Baum mit roten Pflaumen hat mir der Sturm vor kurzem gekillt.

P.S.: Meine Eltern hatten noch Hühner im geschütztesten Teil des Obstgartens. Hat den Habicht nicht abgehalten...
Aber vermutlich ist es ein Unterschied, ob man Niederstammbäume in einem Vorgarten hat oder alte Hochstammbäume, die teils haushoch sind, so dass Greifvögel auch problemlos unter der Krone durchfliegen können.
Ach ja, ich lebe in einem alleinstehenden Bauernhof (ehem. Nebenerwerb) mit im Prinzip nur einem Nachbarn in 80 Meter Entfernung.